Weltbevölkerungstag – Jede Minute 150 Menschen mehr auf der Welt

 

Der 11. Juli ist der Internationale Weltbevölkerungstag. Nicht, weil es jemandem daran gelegen wäre, die Erde mit noch mehr Menschen zu bevölkern, im Gegenteil: Die Vereinten Nationen führten den Weltbevölkerungstag ein, weil das ungebremste Bevölkerungswachstum für Mensch und Natur enorme Probleme bringt. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Michaela Engelmeier weißt in ihrer Funktion als Mitglied im Parlamentarischen Beirat für Bevölkerung und Entwicklung des Deutschen Bundestages besonders auf die Situation junger Mädchen und Frauen hin.

Derzeit leben 7,44 Milliarden Menschen auf der Erde. Das sind rund 40 Millionen Menschen mehr als zu Beginn des Jahres. Und die Menschheit wächst weiter. Jede Sekunde nimmt die Weltbevölkerung um durchschnittlich 2,6 Erdenbürger zu. Diese Zahlen hat die Stiftung Weltbevölkerung anlässlich des Weltbevölkerungstages am 11. Juli bekanntgegeben.

Besonders stark wächst die Bevölkerung in Entwicklungsländern – unter anderem aufgrund von ungewollten Schwangerschaften. Jede Vierte Frau oder Mädchen kann dort nicht verhüten, obwohl sie das gerne möchte. Das sind mehr als 220 Millionen Frauen und Mädchen.

Das Empowerment von Mädchen und Frauen stand schon in der 2015 vom Beirat für Bevölkerung und Entwicklung des Deutschen Bundestages organisierten G7 Parlamentarierkonferenz „She matters“ im Mittelpunkt, die die oberbergische Bundestagsabgeordnete mit organisierte und begleitete. Der von Engelmeier moderierte Themenbereich setzte seinen Fokus besonders auf Jugendliche und diskutierte insbesondere die Fragestellung, wie ein selbstbestimmtes, gesundes und aktives Leben für junge Menschen sichergestellt werden kann.

„Der diesjährige Weltbevölkerungstag ist jungen Mädchen gewidmet“, so Engelmeier. „Leider sind viele Mädchen nach wie vor von Zwangsheirat, ungewollten Schwangerschaften, Müttersterblichkeit, Genitalverstümmelung und Benachteiligung betroffen. Dabei sind besonders die Mädchen Hoffnungsträger mit viel Potenzial, welches durch Investitionen in ihre Rechte, Aufklärung, Bildung und Gesundheit realisiert werden kann“.

Jedes Jahr gibt es in Entwicklungsländern 74 Millionen ungewollte Schwangerschaften, vor allem weil es an Aufklärung und Verhütung mangelt und weil Frauen und Mädchen nicht gleichberechtigt sind. „Dabei ist Familienplanung ein Menschenrecht“, so Engelmeier. „Gerade jungen Frauen muss es ermöglicht werden, selbst zu bestimmen, ob, wann und wie viele Kinder sie bekommen. Dann ginge es Menschen in armen Ländern besser.“

 

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