Wertschätzung des sportlichen Ehrenamtes

 

Das Ehrenamt im Sport muss weiter gestärkt und unterstützt werden. Darin waren sich alle Anwesenden der Veranstaltung „Sportliche Herausforderungen 2016 – Wo drückt der (Sport-) Schuh“ der SPD-Bundestagsfraktion an der Landessportschule Osterburg einig.

„Sport ist für mich ein unentbehrlicher Teil unseres funktionierenden Gemeinwesens. Seine integrative Kraft bringt Menschen unterschiedlicher Herkunft und sozialer Stellung zusammen“, stellte Michaela Engelmeier fest, die auch Vizepräsidentin des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen und Vizevorsitzende des Deutschen Judo-Bundes ist.

Dr. Lutz Bengsch, Vorstandsvorsitzender des Landessportbundes Sachsen-Anhalt, ging auf die Situation im Bundesland Sachsen-Anhalt ein. Der ehemalige Kanut beim SC Magdeburg sprach insbesondere den Sanierungsstand von Sportstätten, die Betriebskostenbeteiligung der Vereine sowie die Talentförderung an. Mit dem Programm „EMOTIKON“ unterlaufen etwa alle Schüler der Klassenstufe 3 einem Sport-Motorik-Test und werden anschließend eingeladen, sich in einem Verein zu betätigen.  Das Projekt werde in diesem Jahr bereits in sechs Landkreisen angeboten, unter anderem in der westlichen Altmark.

Über den Alltag in den altmärkischen Sportvereinen berichteten stellvertretend die Vorsitzende des größten Vereins in der westlichen Altmark, Katrin Pfannenschmidt vom SV Eintracht Salzwedel, und Peter Ludwig, Präsident vom Stendaler Leichtathletikverein 92. Die Übungsleiterpauschale sprachen beide einvernehmlich an. „Die Übungsleiterpauschale ist das Zünglein an der Waage. 100 Euro Bezuschussung für einen Übungsleiter im Jahr sind sehr wenig“, merkte Katrin Pfannenschmidt an.

Aber auch der Rückgang von Maßnahmen auf den zweiten Arbeitsmarkt, speziell im grünen Bereich, macht den Vereinen zu schaffen, wie Peter Ludwig und der Präsident des Kreisschützenvereins Stendal, Wolfgang Bendisch, zur Sprache brachten. Hier informierte Dr. Bengsch vom Landessportverband über das Förderprogramm „Jobperspektive 58+“ des Landesarbeitsministeriums, bei dem Vereine Maßnahmen beantragen könnten.

 

 

Die Vereinsverantwortlichen forderten Bürokratieabbau bei der Vereinsarbeit und im Rahmen der Betreuung von Flüchtlingen. Michaela Engelmeier informierte in diesem Zusammenhang über 10.000 zusätzliche Stellen im Bundesfreiwilligendienst für 2016, die der Bundestag ermöglicht hat.

Eine Überraschung ist der Bundestagsabgeordnete Marina Kermer gelungen. Sie übergab an Katrin Pfannenschmidt für den SV Eintracht Salzwedel e.V. und an Peter Ludwig für den Stendaler Leichtathletikverein 92 e.V. jeweils einen Scheck in Höhe von 300 Euro zur Unterstützung der Vereinsarbeit, insbesondere bei der Integration von sozial Benachteiligten.

„Sport hat eine große gesellschaftliche Bedeutung. Es werden Werte wie Toleranz und Fairness vermittelt. Zahlreiche Ehrenamtliche Spenden ihre Freizeit, um Sportlerinnen und Sportler zu trainieren und zu betreuen. Daher wollten wir mit den altmärkischen Vereinen sowie den Ehrenamtlichen, aktiven Sportlerinnen und Sportlern vor Ort ins Gespräch kommen. Das ist uns gut gelungen“, zog Marina Kermer ein positives Fazit.