Tu biSchwat – Das Neujahr der Bäume

Ich wünsche allen israelischen Freundinnen und Freunden ein frohes Setzling pflanzen und Chag Sameach Tu biSchwat!

Am 11. Februar feiern die Jüdinnen und Juden Tu biSchwat, das Neujahrsfest der Bäume. Tu biSchwat taucht als eines der 4 Neujahrsfeste in der Mishna (Grundlage des Talmud) auf.

An diesem Tag gehen die Menschen hinaus in die Natur und pflanzen Bäume.
Dies soll die Beteiligung jeder und jedes einzelnen am nationalen Werk Israel symbolisieren. Der Brauch geht u.a. auf eine Initiative des Historikers und Herausgebers der Zeitschrift „Haaretz“ Zeev Jabetz aus dem Jahre 1892 zurück. Dieser zog mit seinen Schülerinnen und Schülern hinaus, um Bäume zu pflanzen. Damit war eine neue Tradition in Erez Israel geboren.

Tu biSchwat, der 15. Schwat, soll in den Schulen als Feiertag begangen werden, an dem über die Natur, die Bäume, die Wälder, die Flora und Fauna, gesprochen wird. So wird den Schülerinnen und Schülern ein Bezug zur Natur vermittelt.

David Ben Gurion, Mitbegründer der zionistisch-sozialistischen Partei „Mapai“ und erster Ministerpräsident des Staates Israel, sagte anlässlich der Pflanzung des Präsidentenwaldes im Jahre 1949: „Wir vollbringen viele gesegnete Taten in diesem Land, doch ich weiß nicht, ob es ein Werk gibt, das mehr Früchte hervorbringt und dessen Früchte nützlicher sind als das Pflanzen von Bäumen, welche den Anblick unseres Landes verschönern, das Klima verbessern und die Gesundheit der Einwohner stärken“

Auch wenn Israel heute ein blühender Wald in einer Region ist, in der sie ihresgleichen sucht, muss man wissen, dass das nicht immer so war. Als die ersten großen Aliyah-Bewegungen Richtung Erez Israel unterwegs waren, lag das Land brach und war zu großen Teilen trocken. Dem beispiellosen Einsatz der Pioniere ist es zu verdanken, dass Israel heute das grüne Herz des Nahen Ostens ist.

Auch aus Deutschland können ganz einfach Bäume gespendet werden. Informationen dazu findet man auf Internetauftritt des Jüdischen Nationalfonds – Keren Kayemeth LeIsrael (JNF-KKL). http://www.jnf-kkl.de/cgi-bin/internetal.pl?d=1&&a=p1632240&gr=12