Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Am heutigen 27. Januar erinnern wir an die Opfer des Nationalsozialismus. Seit 1996 wird dieser Tag auch im Plenum des Deutschen Bundestages begangen.

Besonders gedacht wird in diesem Jahr der systematischen Ermordungen von Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen, den Opfern der Euthanasie.

In der Zeit des Naziregimes wurden über sechs Millionen Juden, Roma und Sinti, Menschen mit Behinderungen, Homosexuelle, politisch Andersdenkende, Sozialdemokraten, Widerstandskämpfer, Wissenschaftler, Künstler, Journalisten, Kriegsgefangene und Deserteure in Konzentrationslagern interniert, entrechtet, gequält und ermordet. Die Vernichtungslager, wie auch Auschwitz es war, wurden eigens dafür geschaffen diese Menschen auf grausamste Art und Weise zu ermorden.

Michaela Engelmeier: „Es ist wichtig, gerade an einem Ort wie dem deutschen Parlament das Gedenken aufrecht zu erhalten, waren es doch die Nationalsozialisten, die Parlamente abschafften, und eine schreckliche Gewaltherrschaft entfesselten. Für mich als Sozialdemokratin gehört es selbstverständlich dazu, an den Widerstand gegen den Faschismus zu erinnern, das Gedenken aufrecht zu halten, das Gedenken an die Opfer der Shoa zu bewahren und Rassismus, Rechtsextremismus, Neonazismus und Antisemitismus überall wo er aufkommt, rigoros zu bekämpfen.“

„Die Forderung, daß Auschwitz nicht noch einmal sei, ist die allererste an Erziehung. Sie geht so sehr jeglicher anderen voran, dass ich weder glaube, sie begründen zu müssen noch zu sollen.“- Theodor W. Adorno (Philosoph)