Sport als entwicklungspolitisches Werkzeug

Sport hat viele positive Eigenschaft und kann eine integrative Wirkung entfalten, weshalb er eine wichtige gesellschaftliche Funktion übernimmt. Ein gutes Beispiel hierfür ist Südafrika, wo Nelson Mandela Sport nutzte, um die schwarze und weiße Bevölkerung einander näher zu bringen. Daher eignet Sport sich auch hervorragend als ein Werkzeug der Entwicklungspolitik, beispielsweise in Kombination mit Bildungsangeboten. Daher ist es kein Wunder, dass Sport auch in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit genutzt wird.

 

Sport hat mit seinen positiven Werten eine wichtige gesellschaftliche Funktion

Sport hat unabhängig von seiner Implikation viele positive Seiten, die ihn derart wichtig machen als integralen Bestandteil jeder Gesellschaft. Er fördert sowohl die körperliche als auch die seelische Gesundheit und verschiedene positive Werte wie Fairness, Toleranz, Respekt und Disziplin. Diese Werte sind nicht nur auf dem Spielfeld von großer Bedeutung, sondern auch im alltäglichen Zusammenleben von Menschen. Es werden Kompetenzen für das Leben vermittelt, die helfen können Probleme zu lösen und das eigene Leben zu meistern. Sport funktioniert dabei wie eine universelle Sprache, weltweit wird er auf die gleiche Art und Weise ausgeübt. Unabhängig von Herkunft oder Religion finden sich Menschen zusammen, um ihre Freude am Sport auszuleben. Oder wie John Ashe, Präsident der UN-Vollversammlung, sagte: „Sagen Sie Namen wie Bolt, Schumacher, Pélé, oder fragen Sie einfach, wer die Fußball-Weltmeisterschaft gewinnt, und schon erwacht ein Saal, und alle haben sich etwas zu erzählen“.

 

Sport als entwicklungs-politisches Instrument

Hier liegt die große Chance von Sport als entwicklungspolitisches Instrument. So fördert er beispielsweise den Dialog zwischen verschiedenen Ethnien und Religionen, wenn diese einander auf Augenhöhe begegnen und ein gemeinsames Ziel haben: den Spaß am Sport. Kaum ein anderes Mittel hat eine derart integrationsfördernde Wirkung. Denn der Sport stellt Gemeinsamkeiten in den Fokus, nicht die Unterschiede, und kann so verschiedene Gruppen einander näher bringen. Darüber hinaus hat Sport aber auch eine identitätsstiftende Wirkung, indem er das Bewusstsein für die eigenen kulturellen Wurzeln stärkt. Auf diesem Wege wird unter anderem die Widerstandsfähigkeit gegenüber extremistischen Angeboten erhöht. Dies passt auch zu einem der Hauptaugenmerke deutscher Entwicklungspolitik, dem Erhalt des kulturellen und natürlichen Erbes. Mit seiner integrationsfördernden und identitätsstiftenden Wirkung kann Sport viel zum nation building[1] und zur Konsolidierung fragiler Staaten beitragen. So nimmt der Sport seit einigen Jahren auch eine immer wichtigere Rolle in der Entwicklungszusammenarbeit ein. Deutlich wird das an der Ernennung eines Sonderbeauftragen der Vereinten Nationen für Sport im Jahr 2001, durch die 2003 verabschiedete Resolution 58/5[2] der Vereinten Nationen und durch den 2013 für den 6. April ausgerufenen „Internationalen Tag des Sports für Entwicklung und Frieden“. Auch die Europäische Kommission erkennt den Nutzen von Sport für die Entwicklungszusammenarbeit in ihrem Weißbuch Sport[3] an. Dort heißt es, dass das beträchtliche Potential des Sports zur Förderung von Erziehung, Gesundheit, interkulturellem Dialog, Entwicklung und Frieden genutzt werden kann. Dementsprechend will die Kommission Sport als Instrument der Entwicklungspolitik stärker fördern. So soll durch Sport die hochstehende Bildung gefördert werden, indem Schulen attraktiver gemacht werden, durch einen besseren Zugang von Mädchen und Frauen soll die soziale Integration gefördert werden und Gesundheits- und Sensibilisierungskampagnen sollen durch Sport unterstützt werden. Die Anerkennung von Sport als entwicklungspolitisches Instrument auch auf internationaler Ebene unterstreicht seine sozial-integrative Wirkung. Mit Sport ist es möglich einen guten Beitrag zur Weiterentwicklung von Gemeinschaften und Gesellschaften zu leisten. Allen voran der Teamsport fördert gegenseitiges Verständnis und stärkt durch den Umgang miteinander auch soziale Kompetenzen. Geeignet sind vor allem Sportarten, die weit verbreitet sind und gleichzeitig ohne große Kosten bzw. teurer Ausrüstung auskommen. Beispiele hierfür sind Fußball, Laufen, Schwimmen, Rugby, Skateboarden, Boxen oder Volleyball. Bei der Wahl der Sportart muss aber auch jeweils die Akzeptanz von dieser in dem entsprechenden Partnerland bedacht werden. Im Bereich der Schulbildung halten die formalen Bildungssysteme von Entwicklungsländern nur für die wenigsten Kinder und Jugendlichen Sportangebote bereit. Das Leben ist für sie sie geprägt von Armut und mangelnder Perspektive. Außerdem besuchen 132 Millionen Kindern überhaupt keine Schule, wobei die meisten von diesen Mädchen sind. Hier können non-formale Sportangebote helfen, diese Gruppe anzusprechen. Auf diese Weise kann Sport als außerschulisches Bildungs- und Erziehungsinstrument eingesetzt werden und so einen Beitrag zur Förderung von Kindern und Jugendlichen leisten. Sport bewegt nicht nur, er bildet auch. Dies geht weit über das Erlernen von physischen Fähigkeiten hinaus, denn Sport vermittelt auch lifeskills, die dabei helfen schwierige Lebenssituationen zu meistern und Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln.

[1] Nation building ist ein Prozess sozio-politischer Entwicklung, der aus locker oder auch strittig verbundenen Gemeinschaften eine gemeinsame Gesellschaft mit einem ihr entsprechenden Staat werden lässt. Zum Prozess des nation building gehört die Etablierung gemeinsamer kultureller Standards, darunter oft auch die behutsame Integration von immer weiteren Teilen der Bevölkerung in soziokulturelle und politische Einrichtungen.

[2] „Sport als Mittel der Förderung von Bildung, Gesundheit, Entwicklung und Frieden“

[3] https://innen.hessen.de/sites/default/files/HMdIS/weissbuch_sport.pdf

 

Südafrika als Musterbeispiel für die integrative Wirkung des Sports

Ein Beispiel für die erfolgreiche Nutzung von Sport als Werkzeug zur nation building ist Südafrika unter der Präsidentschaft von Nelson Mandela. Mandela, erster schwarzer Präsident Südafrikas, erkannte bereits während seiner 27 jährigen Haftzeit auf der Gefängnisinsel Robben Island, dass Sport eine große integrative Kraft entfalten kann. Die Insassen des Gefängnisses, mehrheitlich politische Gefangene, gründeten eine eigene Liga, die Makana Football Association. In ihr spielten die Gefangenen trotz ihrer unterschiedlichen politischen Einstellungen zusammen Fußball. Nelson Mandela beobachtete diese Spiele von seiner Zelle aus (ihm selbst wurde die Teilnahme untersagt) und ließ sich davon inspirieren. Nach seiner Entlassung und seiner Wahl zum Präsidenten fand im Jahr 1995 die Rugby Weltmeisterschaft in Südafrika statt. Rugby war bis dahin der Sport der weißen Minderheit und das grün-goldene Trikot der Nationalmannschaft dementsprechend ein Symbol der Unterdrückung. Südafrika gewann die Weltmeisterschaft und Mandela überreichte der Siegermannschaft, in der nur ein schwarzer Spieler spielte, in genau diesem Trikot den Pokal. Seine Intention war es ein Symbol der Unterdrückung in ein Symbol der Einheit umzuwandeln. Auch der Slogan der Nationalmannschaft passte in dieses Konzept: „One Team, one Country“. Das Bild der Pokalüberreichung wurde zu einem der bekanntesten während Mandelas Amtszeit und trug maßgeblich zur Aussöhnung zwischen der schwarzen Mehrheit und der weißen Minderheit bei. Mandela selbst beschreibt die integrative Kraft des Sports wie folgt: „Sport hat die Kraft, die Welt zu verändern. Er hat die Kraft zu inspirieren. Er hat die Kraft, Menschen zu vereinen, wie es sonst nur weniges kann. Er spricht die Jugend in einer Sprache an, die sie versteht. Sport kann Hoffnung erwecken, wo vorher nur Verzweiflung war“.

 

Herausforderungen und Chancen von Sport als entwicklungspolitisches Instrument

Regelmäßig sportlich Betätigung ist wichtig für die körperliche, geistige und soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Dementsprechend kann Engagement im Sport die Gesundheit von Kindern steigern und zu einer Verbesserung der schulischen Leistungen führen. Nicht zuletzt sind Sport und Spiel nach der UN-Konvention 54 das Recht eines jeden Kindes. Das Potential von Sport in der Entwicklungspolitik ist groß, aber ein Allheilmittel ist er nicht. Allein für sich stehend kann Sport nicht viel erreichen. Ziel muss es sein, Sport und Entwicklung noch stärker zu verzahnen. Dabei müssen auch zivilgesellschaftliche Strukturen einbezogen und gestärkt werden. Es ist unerlässlich, dass es dabei zu einer Zusammenarbeit zwischen Regierungs- und Nichtregierungsinstitutionen, privatwirtschaftlichen Unternehmen vor Ort und der Wissenschaft kommt. Internationale Akteure sind genauso einzubeziehen wie nationale, beispielsweise aus der Zivilgesellschaft. Nur durch einen vernetzten Ansatz kann der Sport sein Potential als entwicklungspolitisches Instrument voll entfalten. Gleichzeitig muss bedacht werden, dass Sport auch immer ein Spiegel der Gesellschaft ist. Er kann genutzt werden, um beispielsweise gesellschaftliche Geschlechterrollen neu zu verhandeln. Allerdings besteht auch immer die Gefahr, dass bei falscher Umsetzung Geschlechterrollen auch zementiert werden können. Alle entwicklungspolitischen Projekte, die sich mit Sport befassen, müssen sich dieser Ambivalenz bewusst sein und sie in Konzeption und Umsetzung mit einbeziehen. Wenn dies gelingt, aber auch nur dann, kann Sport als entwicklungspolitisches Instrument eine Wirkung entfalten, die ihresgleichen sucht.

 

Sport in der deutschen Entwicklungspolitik

Auch in der deutschen Entwicklungspolitik wird Sport seit fast 30 Jahren als entwicklungspolitisches Werkzeug genutzt. Dabei werden folgende Aspekte aufgegriffen: Bildung, Gesundheit, Gewaltprävention, Zivilgesellschaft, Selbstbestimmung und Inklusion. Ein Beispiel hierfür ist Sport für Entwicklung in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, ein Querschnittsthema mit Bezügen zu verschiedenen entwicklungspolitischen Zielen der Bundesregierung. Ziel ist es, Erfahrungen und Ansätze aus der Welt des Sports verstärkt in der Entwicklungszusammenarbeit zu nutzen. Die Zielgruppe deutscher Aktivitäten sind vor allem Kinder und Jugendliche. Besonders berücksichtigt werden dabei Mädchen und junge Frauen, die oft zusätzlich benachteiligt sind. Außerdem soll die Inklusion von Menschen mit Behinderungen im und durch Sport unterstützt werden. Das Bundesentwicklungsministerium fördert die Vernetzung der deutschen Akteure, die sich im Arbeitsfeld Sport für Entwicklung engagieren und kooperiert auch mit internationalen Organisationen. Zu den Kooperationspartnern des BMZ gehören: DFB, DOSB, Deutsche Sporthochschule Köln, Weltrat für Sportwissenschaft und Leibes-/Körpererziehung und das Büro der Vereinten Nationen für Sport im Dienste von Entwicklung und Frieden.

Im Auftrag des BMZ werden bzw. wurden einige Projekte und Pilotmaßnahmen von Sport für Entwicklung durch die GIZ durchgeführt.

 

Beispiel Sport für Entwicklung

Sport für Entwicklung – Brasilien

Das vom brasilianischen Sportministerium getragene Projekt mit einer Laufzeit von 2012 bis 2016 soll durch Verbesserung sportpädagogischer Methoden brasilianischer Partnerorganisationen Kinder und Jugendliche in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Gewaltprävention stärken. Sport, insbesondere Fußball, erfreut sich größter Beliebtheit in Brasilien. Es ist daher das perfekte Mittel, um für Entwicklungsprozesse wichtige Bevölkerungsgruppen zu erreichen. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern werden innovative Ausbildungskonzepte für die sportpädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen entwickelt und umgesetzt.

 

HIV/AIDS-Beratung und Institutionenförderung – Ukraine

Das Projekt wird vom ukrainischen Ministerium für Gesundheit getragen und hatte eine Laufzeit von 2013 bis 2015. Die Ukraine ist besonders stark von der Ausbreitung des HI-Virus betroffen, ca. 0,66 Prozent der Bevölkerung zwischen 15 und 49 Jahren sind davon betroffen. Daher war das Ziel des Projekts die Menschen besser über die Gefahr von HIV zu informieren, damit sie sich besser schützen können. Außerdem soll die Toleranz gegenüber Betroffenen erhöht werden. Neben einer Kampagne über die Massenmedien sollten vor allem Jugendliche über den Sport erreicht werden. Im Rahmen des Fair-Play-Fußballprogramms wurden Jugendliche für eine gesunde Lebensführung begeistert und über HIV Prävention aufgeklärt. Das Vorhaben bildet Lehrer und Freiwillige aus, die als Trainer die Methoden in Schulen oder bei außerschulischen Veranstaltungen anwenden. Sie werden darüber hinaus auch mit dem nötigen Material wie Lehrbücher, Fußbällen und Stellwänden versorgt.

 

Entwicklung Jugendlicher durch Fußball – Südafrika

Das Projekt „Youth Development through Football“ (YDF) lief 2007 an als Vermächtnis der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Die GIZ führte das Projekt in Kooperation mit dem südafrikanischen Sportministerium durch und implementierte so eine wichtige deutsch-südafrikanische Kooperation für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Das Projekt wurde finanziert von der Bundesregierung und, bis Ende 2012, kofinanziert von der Europäischen Union. Beendet wurde YDF im März 2014. Das Projekt hatte es sich zum Ziel gesetzt Trainer zu Sozialarbeiter und Sozialarbeiter zu Trainern auszubilden. Auf diese Weise sollte das Bildungspotential des Sports maximal genutzt werden, um so Diskriminierung zu überwinden, die Gleichstellung der Geschlechter voran zu bringen, Gesundheit zu fördern und ökologische Nachhaltigkeit sicherzustellen.

 

Förderung qualifizierter Sportangebote in Armutsgebieten Brasiliens

Wie in vielen Schwellenländern ist auch in Brasilien die Kluft zwischen Arm und Reich sehr groß, wobei Menschen mit niedrigem Bildungsniveau in der Regel nur geringe Chancen zum sozialen Aufstieg haben. Sport ist ein Mittel um die Bildungschancen sozial benachteiligter Menschen zu erhöhen. Darum wurden in Kooperation mit lokalen Partnern Übungsleiter ausgebildet, welche wiederum qualifizierte Sportangebote an Schulen in benachteiligten Wohngebieten angeboten haben. Aufgrund der Weltmeisterschaft in Brasilien konzentrierte sich das Programm auf Fußball, ist aber auch mit anderen Sportarten denkbar. Das Angebot richtete sich insbesondere an Mädchen. Die Pilotmaßnahme lief von Januar 2013 bis Dezember 2015, politischer Träger war das brasilianische Entwicklungsministerium.

 

Stärkung von Mädchen und Frauen in Namibia im und durch den Sport

Diese Pilotmaßnahme wurde von der Namibian Football Assiociation NFA als lokaler Partner getragen und hatte eine Laufzeit von Mitte 2013 bis Ende 2015. Besonders Mädchen und junge Frauen haben oft nur begrenzte Möglichkeiten, sozial aufzusteigen. Sie sind zudem häufig extremer Gewalt ausgesetzt und haben dadurch eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, sich mit HIV/Aids zu infizieren. Um diese sozialen Unterschiede abzumildern, braucht es neue Ansätze, die der Sport liefern kann. Das Projekt sollte daher die Stellung von Mädchen und jungen Frauen in der namibischen Gesellschaft verbessern. Die speziellen sportpädagogischen Programme, kombiniert mit Maßnahmen zur Gewaltprävention, sollten ihr Selbstvertrauen und ihre körperliche Verfassung stärken. Außerdem sollte ihnen über den Sport ein Zugang zu Bildungsangeboten ermöglicht werden, die ihnen bislang verwehrt worden sind. Das Programm bestand aus zwei Teilen. Im ersten Teil wurde ein sportpädagogisches Programm für Mädchen und junge Frauen entwickelt. Teil zwei sah dann den Bau eines Gemeinde- und Schutz-Zentrums auf dem Gelände des lokalen Partners, dem NFA, vor. Dadurch entstand für die Mädchen ein sicherer Raum, in dem sie sich angstfrei begegnen und entwickeln konnten.

 

Förderung von Mädchen und jungen Frauen durch Sport (-pädagogische) Angebote in Schulen – Afghanistan

In Afghanistan bietet der Alltag bisher keine regelmäßigen Bewegungsangebote für Mädchen und junge Frauen. Sportlehrerinnen gibt es meistens gar nicht oder wenn doch, sind sie oft nicht ausreichend qualifiziert. Unter bestimmten Bedingungen dürfen auch Mädchen Sportarten wie Volleyball und Fußball ausüben, zum Beispiel wenn die Übungsleiter weiblich sind. Daher war das Ziel des Projekts die Ausbildung von Lehrerinnen, die mit dem erworbenen Wissen Sport an Schulen unterrichten sollen. Dies fand in enger Kooperation mit dem Deutschen Fußball-Bund, nationalen Sportverbänden und dem afghanischen Bildungsministerium statt. Das Projekt lief von Ende 2013 bis Dezember 2015.

 

Kinderrecht Sport

Im Artikel 31 (1) der UN-Kinderrechtskonvention heißt es:

„Die Vertragsstaaten erkennen das Recht des Kindes auf Ruhe und Freizeit an, auf Spiel und altersgemäße aktive Erholung sowie auf freie Teilnahme am kulturellen und künstlerischen Leben.“

Auch wenn Sport hier nicht ausdrücklich genannt wird, so ist er doch ein Kinderrecht. Bei den bereits genannten positiven Eigenschaften und wichtigen gesellschaftlichen Funktionen von Sport ist es unabdingbar, dass Kinder die Möglichkeit haben sich sportlich zu betätigen.