Solidarität mit Kolleginnen und Kollegen von MAGNA

„Unser erklärtes Ziel ist der Erhalt des Standortes und somit so lange wie möglich für Beschäftigung sorgen“, Thomas van Eimeren, Betriebsratsvorsitzender bedankt sich für den Besuch der oberbergischen Bundestagsabgeordneten Michaela Engelmeier. Die Unternehmensleitung hat sich für die Verlagerung und letztendlichen Schließung des Standortes ausgesprochen. Bei einer Betriebsversammlung hatten sich die Kolleginnen und Kollegen von MAGNA dagegen klar für den Erhalt des Werkes stark gemacht. Jetzt wird die Politik eingeschaltet.

Zusammen mit Bürgermeister Dietmar Persian, dem SPD-Vorsitzenden aus Hückeswagen, Horst Fink und SPD-Landtagskandidatin Regina Billstein aus Wipperfürth hörte sich Michaela Engelmeier, MdB, die Sorgen der Kolleginnen und Kollegen von MAGNA an.

„Der Standort ist gut aufgestellt“, unterstützt wird der Betriebsrat in seinen Überlegungen zur Rettung des Betriebes von der IGM, KSU, PCG und SWP, von denen Islam Sar (KSU) und Serdar Üyüklüer (IG Metall Remscheid-Solingen) anwesend waren.

Viele Punkte für die Standortsicherung werfen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in die Waagschale, z.B. Optimierung der Wertschöpfungskette, Kostenreduzierung, Einführung neuer Produkte und Verzicht auf Lohnerhöhungen. Manche Anregung habe der Arbeitgeber in seinen Überlegungen schon aufgegriffen, so sei die geplante Schließung Ende Q1 2018 zunächst planerisch bis auf Ende 2018 verschoben worden.

„Dies wäre der 4. Sozialplan innerhalb der letzten 20 Jahre. Wir waren mal über 500 Mitarbeiter*innen und sollen nun, nachdem die Mannschaft jahrelang an der Optimierung der Abläufe gearbeitet hat und die Früchte ernten könnte, stattdessen final zum Schafott geführt werden“. Maik Brodehl hört man, wie allen anwesenden Betriebsratsmitgliedern an, dass eine Schließung des Werkes für sie unvorstellbar ist, vor Allem weil die nächsten Jahre noch sehr gute positive Ergebnisse erzielt werden. Verlagerungen von Fertigungs- und Montageanlagen nach Bulgarien und Bad Homburg (im Werk Hückeswagen wird heute nur noch montiert) haben in den vergangenen Jahren zur extremen Reduzierung der Arbeitnehmerschaft in Hückeswagen geführt, dabei liegen Pläne (z.B. Rückholung der Fertigungsanlagen aus Bad Homburg zur Steigerung der Wertschöpfung in Hückeswagen) für den Standort auf dem Tisch, Platz und Fachpersonal sind auf jeden Fall vorhanden

Mit knapp 23.ooo Beschäftigten in Deutschland ist MAGNA einer der größten Automobilzulieferer in Deutschland, davon 270 in Hückeswagen.