Solidarität mit Kolleginnen und Kollegen von MAGNA in Hückeswagen

 

Wir wollen so lange wie möglich für Beschäftigung sorgen“, Thomas van Ei­meren, Betriebsratsvorsit­zender bedankt sich für den Besuch der oberber­gischen Bundestagsabge­ordneten Michaela Engel­meier. Die Unterneh­mensleitung hat sich für die Verlagerung des Standortes ausgesprochen. Bei einer Betriebs­versammlung hatten sich die Kolleginnen und Kol­legen von MAGNA dage­gen klar für den Erhalt des Werkes stark ge­macht. Jetzt wird die Poli­tik eingeschaltet.

Zusammen mit Bürger­meister Dietmar Persian, dem SPD-Vorsitzenden aus Hückeswagen, Horst Fink und SPD Landtagskandidatin Regi­na Billstein aus Wipper­fürth hörte sich Michaela Engelmeier, MdB die Sor­gen der Kolleginnen und Kollegen von MAGNA an.

„Der Standort ist gut aufgestellt“, unterstützt wird der Betriebsrat in sei­nen Überlegungen zur Rettung des Betriebes von Is­lam Sar, externer Berater für Arbeit­nehmervertreter und Serdar Üyüklüer, Vertreter der IG Metall Rem­scheidSolingen. Viele Punkte für die Standortsicherung werfen die Arbeit­nehmerinnen und Arbeit­nehmer in die Waagscha­le, Kostenreduzierung, Einführung neuer Produk­te und Verzicht auf Lohn­erhöhungen. Manche An­regung habe der Arbeit­geber in seinen Überle­gungen schon aufgegrif­fen, so sei die geplante Schließung Ende 2017 zunächst planerisch bis auf Ende 2018 verscho­ben worden.

„Dies wäre der 3. Sozi­alplan, wir waren mal über 500“, Maik Thorsten Brodehl hört man, wie allen anwesenden Be­triebsratsmitgliedern an, dass eine Schließung des Werkes für sie unvorstell­bar ist. Verlagerungen nach Bulgarien und Bad Homburg haben in den vergangenen Jahren zur extremen Reduzierung der Arbeitnehmerschaft in Hückeswagen geführt, dabei liegen Entwick­lungspläne für den Stand­ort auf dem Tisch, Platz wäre auf jeden Fall genug vorhanden. Im Werk Hü­ckeswagen wird heute nur noch montiert, Traum der Belegschaft wäre, die Produktion von Bad Hom­burg zurück zu holen.

Mit knapp 23.ooo Be­schäftigten in Deutsch­land ist MAGNA einer der größten Automobilzuliefe­rer in Deutschland, davon 260 in Hückeswagen.

Michaela Engelmeier, MdB, informiert Bundeswirtschaftsminister
Sigmar Gabriel über die Vorgänge in Hückeswagen