Russische Athleten von Paralympics ausgeschlossen

 

Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) hat alle russischen Athletinnen und Athleten von den Paralympics in Rio de Janeiro ausgeschlossen. IPC-Präsident Philip Craven zeigt damit mehr Mut und Entschlossenheit im Kampf gegen Doping als der Präsident des Internationalen Olympischen Komitee (IOC) Thomas Bach, sagt Michaela Engelmeier.

„Das IPC hat sich für eine Kollektivstrafe aller Russen bei den Paralympics vom 7. bis 18. September entschieden. IPC-Präsident Craven hat in seiner Begründung hervorgehoben, die Untersuchungen des McLaren-Reports hätten bewiesen, dass das russische Anti-Doping-System kaputt und korrupt sei. Die SPD-Bundestagsfraktion begrüßt den Ausschluss des russischen paralympischen Teams. Denn wenn sich einzelne Verbände oder gar Komitees der Länder nicht an dem Welt-Anti-Doping-Code halten, ist die olympische Idee verloren. Wir hätten uns nach dem Vorwurf des Staatsdopings mehr Aufklärung und Transparenz seitens Russlands gewünscht und ein konsequenteres Vorgehen des IOC.

Der Behindertensport setzt mit seiner Entscheidung ein klares Zeichen für Null-Toleranz-Politik in der Dopingbekämpfung. Ein solches Signal fehlt vom IOC-Präsidenten Bach. Ein sauberer und fairer Sport bleibt somit nur frommer Wunsch.“