Europatag der Schulen

Michaela Engelmeier diskutierte mit rund 450 Schülern und Vertretern anderer Parteien über das Thema Populismus und Rechtspopulismus in Europa – eine Gefahr für die Demokratie?“

Organisiert haben die Veranstaltung zum Europatag die Schülerinnen und Schüler des Politikkurses unter Federführung von Gisela Mengelberg. Die Fragen hatten die Schüler an einem Vorbereitungstag selbst erarbeitet und zu Themenfeldern zusammengefasst worden. Moderiert wurde die Veranstaltung von Celine Koert und Florian Wulkesch, beide Schüler des Lindengymnasiums.

Neben Michaela Engelmeier, MdB diskutierten Özlem Demirel, die Linken, Herbert Reul, Vorsitzender der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament und Jörg Kloppenburg, Kreisvorsitzender der FDP.

Auf einen Teilnehmer der AfD hat die Schule aus Rücksicht auf die muslimischen und geflüchteten Mitschüler bewusst verzichtet.

„Eine Ursache für den aufkommenden Rechtspopulismus ist die Finanzkrise aber auch die Flüchtlingsthematik und der Terror“, so Engelmeier. „Viele Menschen haben finanzielle Ängste“ Engelmeier Statement auf die Frage nach den Ursachen für den Aufmarsch der Populisten „Blau ist das neue Braun. Sie wollen uns ins tiefste braune Mittelalter zurückführen. Dazu spielen sie Menschen und ihre Ängste gegeneinander auf. Das dürfen wir uns nicht gefallen lassen“, appellierte die Bundestagsabgeordnete.

Alle Politiker waren sich einig, dass der Reiz des Populismus darin begründet liegt, dass er einfache Antworten auf komplexe Fragen gibt. „Menschen erwarten bei Problemen eine rasche Entscheidung durch die Politik“, so Engelmeier. „Allerdings braucht es auch Kraft sich einzugestehen, dass es nicht auf jede Frage eine schnelle Antwort gibt“, erklärte sie weiter.

Sicherlich ist auch das soziale Ungleichgewicht in Europa ein Grund Mitverantwortung für das Erstarken der Populisten. Es gibt Menschen, die das Gefühl haben, ihnen geht es durch Europa schlechter und die Entscheidungen Brüssels sind nicht transparent genug. Daher favorisieren die Rechtspopulisten einen Nationalstaat, da suggeriert wird, dass es jedem Nationalstaat alleine besser gehen würde.

Hier zeigt Michaela Engelmeier, SPD eine „klare Kante für Europa“, auch wenn es noch einiges zu verbessern geht. Aber wir haben seit 72 Jahren Frieden in Europa – auch das ist ein Verdienst von einem vereinten Europa und keinesfalls selbstverständlich. Erfreut ist die Bundestagsabgeordnete des Oberbergischen Kreises darüber, dass sich mehr Schülerinnen und Schüler politisch engagieren. Das zeigte Ihre Erfahrung aus Gesprächen mit jungen Menschen in den letzten vier Jahren Bundestag. Abschließend macht Michaela Engelmeier den Schülerinnen und Schüler Mut sich bei komplexen Themen über die verschiedenen Medien zu informieren und auch untereinander zu diskutieren.