Engelmeier unterstützt 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung

 

Nachhaltigkeit ist zum globalen Standard geworden. Er muss mit Leben gefüllt werden. Das ist eine in besonderer Weise auch parlamentarische Aufgabe.

Die neue „Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie“ wird zukünftig durch die nationalen Aufgaben bei der Umsetzung der universellen „2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung“ mit ihren Globalen Nachhaltigkeitszielen geprägt. Das gilt auch für die Europäische Politik. Umfassendes politisches Engagement ist auf allen Ebenen gefragt und erhält auch neue Möglichkeiten. Hier werden Weichen für die weitere Entwicklung gestellt.

Im Rahmen der Aktion „2030 – Nachhaltigkeitsagenda umsetzen“ hat der Rat für Nachhaltige Entwicklung heute Mitgliedern des Deutschen Bundestages die Möglichkeit geben, ihre Unterstützung der nationalen Umsetzung der 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen deutlich zu machen.

„Dieser Aufforderung komme ich sehr gerne nach“, so die oberbergische Bundestagsabgeordnete Michaela Engelmeier. „Von den 17 Entwicklungsziele der Agenda liegt mir besonders die ‚hochwertige Bildung‘ am Herzen. Bildung garantiert, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und ist die Grundlage für Emanzipation und Teilhabe. Ihre Qualität darf dabei nicht vom Geldbeutel der Eltern und der sozialen Herkunft abhängen. Gerade mit Blick auf Asylsuchende und Flüchtlinge ist dies in Deutschland derzeit eine doppelte Herausforderung“.

 

Hintergrund

Am 25. September 2015 wurde auf dem UN-Gipfel in New York die „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ verabschiedet. Sie hat die Form eines Weltzukunftsvertrags und soll helfen, allen Menschen weltweit ein Leben in Würde zu ermöglichen. Sie soll Frieden fördern und sie soll dazu beitragen, dass alle Menschen in Freiheit und einer intakten Umwelt leben können.

Die Agenda 2030 ist getragen vom Geist einer neuen globalen Partnerschaft – eine Einteilung in „Geber“ und „Nehmer“ oder in „erste“, „zweite“ und „dritte Welt“ wird abgelöst vom Gedanken der gemeinsamen Verantwortung für Menschen und Planeten.

Die 17 Entwicklungsziele der Agenda verknüpfen das Prinzip der Nachhaltigkeit mit der ökonomischen, ökologischen und sozialen Entwicklung – zum ersten Mal werden Armutsbekämpfung und Nachhaltigkeit in einer Agenda zusammengeführt.

Die Zielvorgaben richten sich an alle Staaten der Weltgemeinschaft. Sie sind gleichermaßen aufgefordert, sich für die Agenda 2030 einzusetzen und aktiv daran zu arbeiten, dass die Situation der Menschen und der Umwelt sich bis 2030 in vielen wichtigen Bereichen verbessert. Die aktuelle Flüchtlingskrise führt uns eindrücklich vor Augen wie wichtig es ist, den Menschen überall ein Leben in Würde zu ermöglichen.

 

Die Agenda 2030 soll:

  • Armut und Hunger beenden und Ungleichheiten bekämpfen
  • Selbstbestimmung der Menschen stärken, Geschlechtergerechtigkeit und ein gutes und gesundes Leben für alle sichern
  • Wohlstand für alle fördern und Lebensweisen weltweit nachhaltig gestalten
  • Ökologische Grenzen der Erde respektieren: Klimawandel bekämpfen, natürliche Lebensgrundlagen bewahren und nachhaltig nutzen
  • Menschenrechte schützen – Frieden, gute Regierungsführung und Zugang zur Justiz gewährleisten
  • Eine globale Partnerschaft aufbauen

Die neue Agenda wird ab 2016 die Millenniumsentwicklungsziele, die sich die Weltgemeinschaft Anfang des Jahrtausends gesetzt hat, ablösen. Sie wurde mit breiter Beteiligung der Zivilgesellschaft in aller Welt entwickelt. Die Agenda 2030 ist eines der ambitioniertesten Vorhaben unserer Zeit und allen Beteiligten ist bewusst: Ihre Verwirklichung kann nur gelingen, wenn alle an einem Strang ziehen. Staaten, Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Bürger müssen zusammen daran arbeiten, nachhaltige Entwicklung für alle sicherzustellen.