Die geraubte Kindheit – Michaela Engelmeier zum Internationalen Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten

 

Der Internationale Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten (englisch Red Hand Day) ist ein jährlich am 12. Februar begangener internationaler Gedenktag, mit dem an das Schicksal von Kindern erinnert werden soll, die zum Kampfeinsatz in Kriegen und bewaffneten Konflikten gezwungen werden. Ziel des Tages ist der Aufruf zu einem verstärkten Einsatz im Kampf gegen diese besonders schwerwiegende Form des Kindesmissbrauchs.

„Die SPD setzt sich intensiv gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten ein“, so die oberbergische Bundestagsabgeordnete und Mitglied im Ausschuss für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Michaela Engelmeier (SPD). Die Situation von Mädchen stehe dabei im Mittelpunkt der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Diese würden nicht nur als Kämpferinnen eingesetzt, sondern zusätzlich in Armeen und Rebellengruppen zu Opfern brutaler und menschenverachtender sexueller Gewalt. „Mädchen benötigen daher besondere Hilfe, um sich aus der gesellschaftlichen Isolation zu befreien und wieder in ein normales Leben zurückzufinden“, so Engelmeier.

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen werden weltweit rund 250.000 Kinder als Soldaten und Soldatinnen missbraucht, die meisten von ihnen kämpfen in Afrika. Selbst wenn die Kinder den Krieg und den Missbrauch überstehen, ist ihr restliches Leben durch das Erlebte zerstört.

 

 

Aus Sicht der SPD ist mehr Geld für Kindersoldaten-Hilfsprogramme notwendig. Für konkrete Reintegrationsmaßnahmen, auch mit psychologischer Betreuung, müssen mehr Mittel aus der Entwicklungszusammenarbeit bereitgestellt werden. Nur so erhalten traumatisierte Kinder eine echte Chance. Deutschland muss sich bei der gesellschaftlichen Wiedereingliederung von Kindersoldaten, bei den Opfern von Streumunition und Minen oder bei der humanitären Hilfe stark machen.

„Kinder als Soldaten zu missbrauchen ist ein Verbrechen“, so Engelmeier. „Es ist ein Verbrechen gegen das Recht auf gewaltfreie Erziehung, auf Bildung, auf Entfaltung der Persönlichkeit, auf Fürsorge, auf Meinungsfreiheit, auf Schutz vor körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt, auf Schule, Ausbildung und Selbstständigkeit, auf Freiheit… und auf das Recht, einfach nur ein Kind zu sein!“