bunt statt blau: Schülerin aus Waldbröl belegt 7.Platz beim Plakatwettbewerb gegen Komasaufen in NRW

Auszeichnung durch Schirmherrin Michaela Engelmeier, MdB – DAK-Kampagne gegen das Rauschtrinken mit bundesweit 7.000 Teilnehmern 

Wiehl, 13. Juli 2017. „bunt statt blau“: Unter diesem Motto schufen im Frühjahr bundesweit mehr als 7.000 Schüler Kunstwerke gegen das „Komasaufen“. Die gerade 18-jährige Schülerin Michaela Riger aus vom Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium wiehl belegte in NRW den 7. Platz. Jetzt wurden die Preise der Kampagne der Krankenkasse DAK-Gesundheit in Wiehl verliehen. Michaela Engelmeier übergab als Schirmherrin gemeinsam mit Bürgermeister Ulrich Stücker der Aktion die Urkunden und Preise.

„Die Zahl der Klinikaufenthalte ist nach einem Rückgang zuletzt wieder leicht angestiegen. Daher bleibt das ‚Komasaufen‘ ein Problem bei Jugendlichen“, so die Bundestagsabgeordnete Michaela Engelmeier. „Ohne erhobenen Zeigefinger müssen wir den Schülern helfen, Nein zu sagen. Wir wissen aus Langzeitstudien, dass sie sonst ihre gesundheitliche Zukunft gefährden: Wer mit zwölf oder 13 Jahren bereits Rauscherfahrungen sammelt, hat als junger Erwachsener ein stark erhöhtes Risiko für riskanten Konsum.“

„Jugendliche müssen lernen, mit Alkohol vernünftig umzugehen. Wenn schon Kinder betrunken in der Klinik landen, handeln wir“, erklärt Wolfgang Brelöhr von der DAK-Gesundheit in Gummersbach. „Schüler sollen offen und ehrlich über das Thema Alkoholmissbrauch aufgeklärt werden. Das Besondere bei ‚bunt statt blau‘: hier werden junge Künstler selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken.“

Plakate sind Botschaften

„Ich habe einen Alkohol-Engel gestaltet. Durch den Alkohol macht man seine Engel-Eigenschaften kaputt und verlernt das Fliegen. Daher finde ich, man sollte so bleiben, wie man ist, und sich nicht mit dem Alkohol anfreunden und dadurch den Engel in sich kaputt machen“, so Schülerin Michaela Riger  zu ihrem Siegerplakat.

 

Zahlen und Fakten zur Kampagne

Nach aktueller Bundesstatistik landeten 2015 erneut rund 22.000 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Auch in Oberberg mussten 82 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zehn und 19 Jahren deshalb in die Klinik. Obwohl die Zahl der Betroffenen bundesweit leicht zurückging, fordern Experten weitere Aufklärung über Risiken des Rauschtrinkens. Deshalb laden die DAK-Gesundheit und Schirmherrin Michaela Engelmeier Jugendliche zum Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ ein. Die Aktion gibt es seit acht Jahren. Mit inzwischen rund 87.000 Teilnehmern gilt sie laut Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne und erhielt dafür mehrere Auszeichnungen wie beispielsweise den internationalen Deutschen PR-Preis.

Im Juni wählte eine Bundesjury mit der Bundesdrogenbeauftragten Marlene Mortler und der bekannten Sängerin Grace Capristo die Bundesgewinner 2017.